Mit Brennauer und Co. an die Weltspitze

In Deutschland sind einige Radsport-Teams lizensiert, die international zu den besten Mannschaften der Welt gehören. Wir wollen diese Teams in loser Folge vorstellen und beginnen mit dem Frauenteam Ceratizit – WNT Pro Cycling, das seinen Hauptsitz in Kempten hat.

Ceratizit – WNT Pro Cycling ist das einzige deutsche Frauen-Continental-Team und wurde 2014 ursprünglich als ein national registriertes Team im britischen Sheffield gegründet, um an regionalen Wettbewerben teilzunehmen. Sponsor war von Beginn an WNT, das zur Luxemburger Ceratizit-Gruppe gehört. 2019 löste das Team eine deutsche Lizenz. Derzeit stehen 14 Fahrerinnen bei Ceratizit – WNT Pro Cycling unter Vertrag.

Neu zur Equipe stießen in diesem Jahr die Polin Marta Lach, Lotta Henttala (Finnland) und Lizzy Banks (Großbritannien) hinzu. Prominente Aushängeschilder des im bayerischen Kempten ansässigen Teams sind die jeweils achtfache Welt- und Europameisterin auf der Bahn, Kirsten Wild aus den Niederlanden und die vierfache Welt- und zweifache Europameisterin Lisa Brennauer aus Durach im Allgäu.

Seit Jahren gehört Lisa Brennauer zur absoluten Weltspitze sowohl auf der Straße als auch auf der Bahn. Die 33-Jährige hatte mit ihrem dritten Gesamtrang in der World-Tour 2020 wesentlichen Anteil, dass die Equipe in der Weltrangliste aller 50 Mannschaften den siebten Platz belegte. In dieser Saison war sie Dritte bei Gent-Wevelgem wurde und Zweite bei der Flandern-Rundfahrt. Letzte Woche überzeugte sie mit dem Gewinn von zwei deutschen Meistertiteln: Samstags gewann sie den Zeitfahr-Wettbewerb, nicht einmal 24 Stunden später wurde sie Deutsche Meisterin auf der Straße und bereitet sich jetzt auf die Olympischen Spiele in Tokio vor, wo sie sowohl auf der Straßen als auch auf der Bahn starten wird. Zur deutschen Olympia-Mannschaft gehört auch Franziska Brauße, die wie Brennauer in der Mannschaftsverfolgung auf Medaillenjagd gehen will. Zwei weitere deutsche Fahrerinnen stehen bei Ceratizit – WNT Pro Cycling unter Vertrag: die Kölnerin Kathrin Hammes, 2019 Gewinnerin der Thüringen-Rundfahrt, und Lea Lin Teutenberg, die als ein sehr hoffnungsvolles Nachwuchstalent gilt und ebenfalls aus Köln stammt.

Viel Hoffnung setzt der Sportliche Leiter Dirk Baldinger auch auf Kirsten Wild, die 2016 bei der Straßen-WM in Katar die Silbermedaille gewann. Mit 38 Jahren ist sie zwar am Zenit ihrer Karriere angekommen, ist für das Team aber mit ihrem großen Erfahrungsschatz vor allem den jüngeren Fahrerinnen eine wertvolle Stütze. „Kirsten bringt mit ihrer Erfahrung das Team ein großes Stück voran, und sie wird uns auch weiterhin viel Freude bereiten“. Davon ist Sportdirektor Baldinger überzeugt. Der Südbadener hat aber auch ein besonderes Auge für die jüngeren Fahrerinnen. „Wichtig ist mir, dass sich die jungen Fahrerinnen bei uns gut entwickeln können“, sagt Baldinger und ergänzt: „Ich bin optimistisch, dass wir vieles schaffen können.“

Das Team: Laura Asencio (FRA), Lizzy Banks (GBR), Lisa Brennauer (GER/Kempten), Franziska Brauße (GER/Eningen), Maria Giulia Confalonieri (ITA), Kathrin Hammes (GER/Köln), Lotta Henttala (FIN), Marta Lach (POL), Lulie Leth (DAN), Erica Magnaldi (ITA), Sarah Rijkes (AUT), Lea Lin Teutenberg (GER/Köln), Lara Vieceli (ITA), Kirsten Wild (NED)
Sportdirektor: Dirk Baldinger (Merdingen)

Der Sponsor: Seit über 100 Jahren entwickelt und fertigt Ceratizit anspruchsvolle Hartstofflösungen für Zerspanung und Verschleißschutz: Ob hochspezialisierte Zerspanungswerkzeuge, Wendeschneidplatten, Stäbe aus Hartmetall oder neue Hartmetall- und Cermet-Sorten, etwa für die Holz- und Gesteinsbearbeitung. Die stetige Entwicklung innovativer Materialien und Anwendungen hilft dem Unternehmen und seinen Kunden dabei, eine Vielzahl von Maschinen, Werkzeugen, Anwendungen und Konsumgütern zu entwickeln, die deren unmittelbare Umgebung prägen und Teil des Alltags sind. Das Unternehmen hat Niederlassungen auf der ganzen Welt. In Deutschland ist die CERATIZIT Deutschland GmbH in Kempten beheimatet.

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