Manuel Fumic fuhr auf Platz 13

Pressemitteilung vom 01.09.2019

Manuel Fumic fuhr auf Platz 13

Deutsche Cross Country Fahrer in Kanada ohne Medaille

Bei den Cross-Country-Weltmeisterschaften in Mont Sainte Anne (Kanada) blieb der BDR auch am letzten Tag ohne Medaille. Nach Pech in der Startphase und einem Defekt wird Manuel Fumic aus Kirchheim/Teck 13. im Rennen der Elite Männer. Elisabeth Brandau belegte bei den Frauen Platz 40. Der Schweizer Nino Schurter holte seinen achten WM-Titel in der Elite, bei den Frauen siegte für Pauline Ferrand Prevot. Heute fallen noch die Entscheidungen im Downhill.

Manuel Fumic wollte in Mont Sainte Anne sein bestes Saisonergebnis einfahren. Das gelang ihm an der kanadischen Ostküste nicht. Knackpunkt war nicht die körperliche Verfassung, sondern die Startphase. 

Sein Startplatz 25 wurde ihm zum Verhängnis, als vor ihm einem Konkurrenten die Kette riss und es auch noch zu einem Sturz kam. Die Folge: Staus in den technischen Passagen und kaum Möglichkeiten, seine Position zu verbessern.  „Das hat sich dann alles gezogen“, sagte Fumic später. Trotzdem schaffte er es, sich bis auf Platz 13 vorzukämpfen. „Schade, das Ergebnis entspricht heute nicht der Leistung. Ich habe mich gut gefühlt, mit diesen Beinen war viel mehr drin“, so Fumic mit der Tonlage der Enttäuschung.

Luca Schwarzbauer fuhr auf Rang 36 (+6:20) und war damit zweitbester Deutscher. „Das ist ein solides Ergebnis. Heute war ein richtig ehrliches Rennen. Man musste hier technisch sauber fahren und konnte sich nicht durchmogeln“, meinte der Nürtinger.

Georg Egger (Aichen) landete auf Rang 44 (+7:48), Markus Schulte-Lünzum (Haltern) nach einem Reifendefekt, der ihn 15 Positionen kostet, auf Platz 50 (+8:52). Ben Zwiehoff (Essen) wurde 56. (+10:05).

Im Frauenrennen holte sich die Französin Pauline Ferrand Prevot trotz eines Sturzes in der Startphase zum zweiten Mal nach 2015 den WM-Titel in der olympischen Cross-Country-Disziplin. Sie siegte mit 43 Sekunden Vorsprung auf Europameisterin Jolanda Neff und 1:17 Minuten vor der Australierin Rebecca McConnell. Die deutsche Meisterin Elisabeth Brandau war mit angebrochenem Steißbein chancenlos und wurde mit einer Runde Rückstand 40.

Dass Brandau überhaupt, wenn auch mit Schmerzen, am Start stehen konnte, war ein kleines Wunder, oder dem unbändigen Willen der zweifachen Mutter aus Schönaich zu verdanken. Brandau kämpfte sich zwischenzeitlich unter die besten 30, hatte dann einen Sturz aufs Knie und musste zunehmend mit den Schmerzen kämpfen. „Drei Runden lang ging es gut. In gewissen Passagen hat es sich nicht so ausgewirkt, dann hat sie wieder Plätze gut gemacht, aber wenn Schläge kamen, war das natürlich schwierig. Sie hat das Beste draus gemacht“, kommentierte Bundestrainer Peter Schaupp.

Adelheid Morath wurde 42. Die Freiburgerin wurde aus einer schlechten Startposition heraus in Runde eins in einen Sturz verwickelt, schlug mit dem rechten Ellbogen auf einen Stein auf und fuhr mit Schmerzen weiter. „In den hinteren Reihen gibt es immer ein Gemetzel. Ich konnte heute das, was ich kann, gar nicht einsetzen. Dabei  mag ich die Strecke“, meinte sie enttäuscht.

Im Rennen der weiblichen U23 belegte die gesundheitlich angeschlagene Nina Benz aus Laichingen Platz 26. Weltmeisterin wurde die Schweizerin Sina Frei.

Nachdem Mitfavoritin Ronja Eibl (Grosselfingen) wegen eines Magen-Darm-Infekts nicht antreten konnte, blieben dem BDR zwei Damen in der Konkurrenz. Allerdings hatte Eibls Zimmerkollegin Nina Benz der Infekt auch erwischt, so kam Benz  über die gesamte Distanz nicht an ihr Leistungsvermögen heran. Anstatt in den Top-Ten zu landen wird sie nur 26.

„Ich habe mich kraftlos gefühlt“, meinte sie im Ziel erschöpft, „ich hatte einfach keine Power. Weil es ihr am Wettkampftag „gar nicht so schlecht“ gegangen sei, hätte sie gehofft, es würde funktionieren. „Das ist super schade, ich bin schon enttäuscht“,  gestand Benz.

Antonia Daubermann (Gessertshausen) hatte das Pech, dass sie 100 Meter nach dem Start in einen Sturz verwickelt wird und sich dann mit einer Konkurrentin verhakte. Als Letzte nahm sie das Rennen wieder auf und fuhr auf Platz 30. „Da hinten fährt man ein ganz anderes Tempo und erst mal war ich viel alleine. Das war wie ein Streckentraining“, sagte Daubermann im Ziel.

So blieb der fünfte Platz von Maximilian Brandl im Rennen der männlichen U23 die beste Platzierung für den BDR in den Cross Country Weltmeisterschaften in Kanada.

 

 

 
 
 

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