Beim zweiten Bahn-Weltcup der Saison 2026 in Hongkong haben die Rennfahrerinnen und Rennfahrer von German Cycling (GC) keine Podestplatzierung einfahren können. Scratch-Weltmeister Moritz Augenstein verpasste als Vierter im Omnium das Treppchen knapp; der junge deutsche Frauen-Vierer fuhr auf Rang fünf.
Ausgerechnet in seiner Paradedisziplin, dem Scratch, kam Augenstein zu Beginn des vierteiligen Wettbewerbs nicht über Platz 15 hinaus. In den beiden darauffolgenden Wettbewerben, dem Temporennen und dem Ausscheidungsfahren, konnte sich der 29-Jährige dann mit den Plätzen drei und fünf dann aber bereits nach vorne schieben. Als Gesamtsechster ging er in das entscheidende Punktefahren. Dort entschieden Rundengewinne über die vorderen Platzierungen. Auch Augenstein konnte zwei herausholen und sammelte unterwegs neun weitere Punkte, sodass er am Ende auf 129 Zähler kam. Damit musste er sich hinter Philip Heijnen (156/Niederlande), der Platz eins verteidigen konnte, Kazushige Kuboki (148/Japan) und Matthew Bostock (137/Großbritannien) einreihen.
In der Mannschaftsverfolgung der Frauen war Bundestrainer André Korff mit einer sehr jungen Mannschaft, bestehend aus Messane Bräutigam (2006), Pia Grünewald (2005), Magdalena Leis (2007) und Seana Littbarski-Gray (2005), gestartet – und das Quartett schlug sich achtbar. Bereits in der Qualifikation waren die Deutschen in 4:19,615 Minuten die fünftbeste Zeit gefahren. In der Ersten Runde traf das deutsche Team auf die USA (4:18,006), das es mit einer nochmal besseren Fahrzeit von 4:16,287 Minuten um fast zwei Sekunden schlagen konnte. Das Kleine Finale verpasste es aber um rund 1,3 Sekunden.
Der Männer-Vierer mit Moritz Augenstein, Max-David Briese, Moritz Binder und Franz Groß fuhr eine Zeit von 3:56,155 Minuten und belegte damit den neunten Platz. Zwei weitere Top-Ten-Platzierung gab es im Zweiermannschaftsfahren: Messane Bräutigam/Lea Lin Teutenberg wurden Achte, Roger Kluge/Max-David Briese kamen auf Rang zehn.
Im Kurzzeit-Bereich erreichte Alessa-Catriona Pröpster am letzten Tag im Keirin der Frauen das Kleine Finale und sorgte mit Rang zwölf für die beste deutsche Platzierung. „Leistungsmäßig ist bei ihr noch Luft nach oben, zumal sie kürzlich krankheitsbedingt fast drei Wochen Trainingsausfall hatte“, sagte Kurzzeit-Bundestrainer Jan van Eijden. Im Teamsprint konnten die Männer nicht antreten, da Henric Hackmann kurzfristig erkrankt ausgefallen war. Der U23-Europameister im 1000-Meter-Zeitfahren soll aber beim Weltcup in Nilai (Malaysia) wieder zum Einsatz kommen. Pech hatte Luca Spiegel, der im Keirin stürzte. Paul Groß konnte im Keirin und Sprint nicht mit eingreifen. „Bei den Männern können wir derzeit ganz vorne nicht mitfahren“, so Van Eijden.
Am kommenden Wochenende wird der dritte und letzte Weltcup im malaysischen Nilai ausgetragen.