Titel an Augenstein und Bräutigam
Moritz Augenstein (RSV Irschenberg) und Messane Bräutigam (AG Insurance-NXTG) haben sich auf der Radrennbahn in Frankfurt an der Oder in der Olympischen Disziplin Omnium die letzten Deutschen Meistertitel des Jahres geholt. Beide gewannen nach einer dominanten Vorstellung erstmals im Mehrkampf.
Messane Bräutigam auf dem Weg zum Titelgewinn.Foto: GC (Engelbrecht)

Topfavoritin Bräutigam belegte im Scratch, Temporennen und Ausscheidungsfahren jeweils den ersten Platz und ging mit optimalen 120 Punkten ins abschließende Punktefahren, sodass ihr der Sieg fast nicht mehr zu nehmen war. Dort behauptete sie auch  souverän ihre Führung und verwies mit 136 Zählern Fabienne Jährig (BRC Zugvogel Berlin) und Romy Kasper (Human Powered Health) mit 125 beziehungsweise 112 Punkten auf die Plätze zwei und drei.

„Ich wusste, dass es machbar war, den DM-Titel zu holen, aber ein Rennen muss erst einmal gefahren werden. Fürs Finale wusste ich, dass ich gut in den Sprints bin und mich gegen die Konkurrenz behaupten kann, habe aber darauf geachtet, dass ich keine Gruppe verpasse. Letztendlich konnte sich auch niemand entscheidend absetzen“, so Bräutigam, für die es 2025 bereits der sechste DM-Titel auf der Bahn war.

Auch Augenstein ging als Führender in den vierten und letzten Wettbewerb, nachdem er das Scratch und Ausscheidungsfahren gewonnen hatte. Der Scratch-Weltmeister musste sich zahlreicher Angriffe seiner Rivalen erwehren, hatte das Rennen aber stets unter Kontrolle. Augenstein siegte mit 149 Punkten vor Roger Kluge (REMBE | rad-net) mit 141 Punkten. Bronze ging an den erst 18-jährigen Moritz Mauss (RSC Turbine Erfurt). Der letztjährige U19-Meister überzeugte bei seinen ersten Titelkämpfen in der Elite-Klasse mit starken Leistungen, hatte im Temporennen die Nase vorn und kam auf 138 Punkte.

„Es ist nicht nur mein erster DM-Titel im Omnium, sondern ich stehe im Omnium erstmals auf dem Podest“, freute sich Augenstein. „Dass ich in Massenstarts ganz gut bin, das ist inzwischen ja bekannt, aber leider hatte es bisher nie im Mehrkampf geklappt. Ich bin mit meinen Rennen sehr zufrieden, obwohl meine Form nicht ganz optimal war.“

In der U19 holten sich Raul Esch (RSC Waltershausen-Gotha) vor Jasper Carls (RSG Uni Greigswald) und Leon Resag (RSV Einheit Lübben) und in der weiblichen Klasse  Klara Dworatzek (SSV Gera) vor Hanna Walter (BSG Pneumant Fürstenwalde) und Hannah-Franziska Brand (RSV Rheinzabern) die Omnium-Titel. Esch siegte zuvor auch im Ausscheidungsfahren, das im Rahmen der Omnium-DM nachgeholt wurde, nachdem es bei der Bahn-DM in Dudenhofen im Sommer aufgrund des Unfalls im Keirin abgesagt werden musste.

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