Mieke Kröger, die eher tempoharte flache Zeitfahrstrecken liebt und in den letzten beiden Jahren das Meistertrikot gewann, musste diesmal hinter Katharina Fox und Lisa Klein mit Rang sechs (2:40 Min. zur.) zufrieden sein.
Der hügelige Kurs rund um Ramstein kam dagegen Antonia Niedermaier entgegen. Die bergfeste Straßenfahrerin lag von Beginn an auf der 21,5 km langen Strecke in Führung und konnte ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Niedermaier liebt den Kampf gegen die Uhr, besonders wenn ihr die Strecke entgegenkommt. Im September 2024 gewann sie in Zürich den WM-Titel im Zeitfahren der U23.
In der Kategorie der weiblichen U23 hat Justyna Czapla (CANYON // SRAM Zondacrypto) ihren DM-Titel erfolgreich verteidigt. Die 22-Jährige benötigte für die 21,5 km lange Strecke 32:38 Minuten und war damit über eine Minute schneller als die Karbacherin Linda Riedmann (Visma Lease a Bike), die 33:41 Minuten fuhr. Die Bronzemedaille sicherte sich, wie im Vorjahr Hannah Kunz (UAE Development Team/34:27 Min.).
Stimmen:
Antonia Niedermeier: „Ich freue mich riesig, nachdem ich es im letzten Jahr nicht geschafft habe, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. Es war heute ein perfektes Rennen, ich kam gut über alle Hügel, bei der Abfahrt musste ich aufpassen, aber es war heute so, wie ich es mir vorgestellt habe. Es war mein Ziel Gold im Zeitfahren zu holen, denn das ist das ehrlichste Rennen, einfach gegen die Uhr.“
Franziska Brauße: „Wenn man Zweite wird, denkt man immer, wow, es hätte auch Gold sein können. Nein, ich bin heute sehr zufrieden und das gibt viel Selbstvertrauen für das Straßenrennen morgen“.
Liane Lippert: „Was, es hat für eine Medaille gereicht? Ich weiß noch gar nichts. Ich komme gerade von de Höhe, konnte einfach noch nicht einschätzen, wie ich die Leistung bewerten soll. Aber eine Medaille, das ist schon mega“.
Justyna Czapla: „Es war schon mein Ziel, meinen Titel zu verteidigen. Umso aufgeregter war ich, dass mir heute die Titelverteidigung gelungen ist, darüber bin ich sehr glücklich. Es war hart, sehr hart. Aber das Profil kam mir sehr entgegen. Gerade bei den Anstiegen konnte ich viel Zeit gegenüber den anderen viel Zeit rausholen.“
Linda Riedmann: „Ich habe heute keine Zwischenzeiten mitbekommen. So wie es lief, war es aber einfach sehr gut. Gerade das Profil kam mir entgegen, denn ich mag kein flaches Zeitfahren.
Hannah Kunz: „Nach solch einer Phase ist eine Medaille einfach genial.“ (Anmerkung: Kunz musste wegen einer Fraktur des Radiusköpfchens am Ellenbogen lange pausieren)
