Der Hallenradsport-Nachwuchs des deutschen Radsportverbandes German Cycling (GC) hat bei den Europameisterschaften der U19-Klasse im österreichischen Höchst abgeräumt. Sowohl im Kunstradfahren als auch im Radball holten sie alle Titel und erzielten mit siebenmal Gold und zweimal Silber die maximale Medaillenausbeute.
Kunstradfahren
Im 1er Kunstradfahren der Juniorinnen krönte sich Lisa Lechner (RKB Solidarität Bruckmühl) zur Europameisterin. Im vergangenen Jahr gewann sie bereits den Titel im 2er Kunstradfahren der Offenen Klasse mit ihrem Bruder Benjamin – dieses Jahr triumphierte sie mit einer nahezu perfekten Kür im Einzel. Mit 171,41 Punkten verwies sie ihre Nationalmannschaftskollegin Louisa-Sophie Salner (RV Adler Soden), die 165,91 Punkte erzielte, auf Platz zwei. Salner war bereits vergangenes Jahr Vize-Europameisterin geworden. Das Podium komplettierte die Schweizerin Lara Odermatt (145,72).
Einen deutschen Doppelsieg gab es auch im 1er Kunstradfahren der Junioren. Dort holte Ben Osterhage (Liemer RC) mit 160,10 Punkten und deutlichem Vorsprung die Goldmedaille. Der zweite deutscher Starter, Maximilian Keller (SV Kirchdorf), fuhr mit 141,22 Punkten zu Silber. Den dritten Platz belegte Pavel Sin (105,33) aus Tschechien.
Im 2er Kunstradfahren waren die deutschen Paarungen auch eine Klasse für sich. Bei den Juniorinnen setzten sich Marlene und Greta Engelkemeier (RSV Tempo Lieme) mit 129,10 Punkten vor den Schweizerinnen Julia und Sarina Bühler (96,12) sowie Nelly und Linda Ackermann (90,14) aus der Slowakei durch. In der Offenen Klasse fuhren Rosalie Stapf und Yan Langenschwarz (VfL Mönchberg) mit 112,51 Punkten zum Titel. Hinter ihnen reihten sich Pavel Sin/Vojtech Blazek (89,73) aus Tschechien und Felix Lentz/Cloe Rach (51,01) aus Frankreich ein.
Im 4er Kunstradfahren feierten Jessica Haag, Peggy Kienle, Lea Mühlberger und Katja Preston (RSV Ebnat) ebenfalls einen deutlichen Sieg. Das Quartett erzielte 195,83 Punkte und verwies die Schweiz, die 159,10 Zähler herausfuhr, mit mehr als 35 Punkten Vorsprung auf Platz zwei. Bronze ging an Frankreich mit 89,63 Punkten.
Radball
Auch im Radball siegten die beiden deutschen Duos. Die Junioren Mika Röttel und Bjarne Diehl (RC Worfelden) setzten sich im Finale gegen Österreich mit 3:2 Toren durch. In der Vorrunde hatten sie sich den Österreichern noch geschlagen geben müssen, behielten aber die Nerven und drehten im Finale den Spieß um. Bei den Juniorinnen waren Ariane Fink und Jule Gerlach (RSV Hardt) nicht zu schlagen. Sie gewannen alle Vorrundenspiele und bezwangen dann auch im Finale ihre Gegnerinnen aus Österreich mit 3:1 Toren.
