Drei deutsche Siege beim Bahn-Weltcup in Perth
Nik Schröter, Maximilian Dörnbach und Luca Spiegel (v. li.) gewannen im Teamsprint.Foto: GC

Beim ersten Bahn-Weltcup der Saison in Perth (Australien) hat die kleine Delegation von German Cycling (GC) einige Siege und Spitzenplatzierungen einfahren können. Moritz Augenstein war gleich zweimal erfolgreich und siegte im Ausscheidungsfahren sowie im Zweiermannschaftsfahren mit Roger Kluge; außerdem waren die deutschen Teamsprinter am schnellsten.

Im Ausscheidungsfahren war Moritz Augenstein (RSV Irschenberg) eine Klasse für sich. Der 28-Jährige siegte vor Thomas Cornish (Australien) und Raphael Kokas (Österreich). „Damit ist das Triple komplett: Mein erster Weltmeistertitel, mein erster Europameistertitel und nun der erste Weltcupsieg“, freute sich Augenstein, der im Herbst WM-Gold im Scratch gewann und sich im Sommer zum Derny- beziehungsweise im Februar zum Zweiermannschafts-Europameister krönte.

Auch im Zweiermannschaftsfahren waren Roger Kluge (REMBE | rad-net) und Moritz Augenstein nicht zu schlagen. Das Rennen wurde über die Wertungssprints entschieden und in jeder der 20 Wertungen konnten Kluge/Augenstein punkten. Am Ende kamen sie auf 72 Punkte. Mit 44 Punkten belegte Australien Platz zwei, gefolgt von Österreich mit 42 Punkten.

Im Omnium verpasste Kluge als Vierter das Podest knapp.

Einen weiteren Sieg konnte GC im Teamsprint der Männer feiern. Schon in der Qualifikation waren Maximilian Dörnbach, Nik Schröter (beide RSC Cottbus) und Luca Spiegel (RV Offenbach) in 43,367 Sekunden vor Tschechien (43,488) am schnellsten. In der Zwischenrunde konnten die Tschechen zwar den Spieß um drehen, aber als Zweitschnellste kamen die Deutschen souverän in Finale. Dort setzte sich das deutsche Nationalteam gegen Tschechien durch. „Alle drei sind stark gefahren und haben sich auch von einem Fehlstart in der ersten Runde und der damit verbundenen nur kurzen Erholungszeit nicht aus der Ruhe bringen lassen“, sagte Bundestrainer Jan van Eijden. Für das Trio war es der erste Weltcupsieg im Teamsprint.

Auch im Keirin präsentierte sich Dörnbach stark, belegte dort nach einem taktisch guten Rennen den vierten Platz. „Er ist zwar ’nur‘ Vierter geworden – aber es war ein starker vierter Platz“, freute sich Van Eijden. Luca Spiegel wurde Neunter. Im Sprint-Turnier war für die beiden Deutschen jedoch im Achtelfinale Endstation. Spiegel belegte erneut Rang neun, Dörnbach wurde Elfter.

Den Sieg knapp verpasst haben die Teamsprinterinnen. In der Qualifikation hatten Lea Sophie Friedrich, Pauline Grabosch (beide RSC Cottbus) und Clara Schneider (RSV Finsterwalde) in 46,762 Sekunden auch Bestzeit gefahren, allerdings lagen die Chinesinnen (46,843) nur acht Hunderstelsekunden hinter ihnen. Die holten sich dann im Finale auch den Sieg gegen die Europameisterinnen, obwohl vor allem Grabosch als letzte Fahrerin noch einmal nah herankam. „Clara, Lea und Pauline haben jeweils gute Zeit gefahren, aber wir müssen uns eingestehen, dass die Chinesinnen nach einer Runde schon eine halbe Sekunde Vorsprung hatten. Das wird dann eng auf dem Niveau, das wieder aufzuholen. Deshalb müssen wir mit Platz zwei zufrieden sein.“

Friedrich sicherte sich im Sprint-Turnier der Frauen als Dritte einen weiteren Podestplatz, nachdem sie sich im Kleinen Finale gegen die Schnellste der Qualifikation, Mina Sato (Japan) durchgesetzt hatte. Grabosch wurde Fünfte. Im Keirin belegte Friedrich den siebten Platz.

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