Ex-Weltmeister Emu Raasch gestorben

Der deutsche Radsport trauert um den ehemaligen Tandem-Weltmeister und mehrfachen WM-Medaillengewinner Emanuel „Emu“ Raasch. Der ehemalige Radsportler und Trainer starb am 22. Mai in Berlin nach schwerer Krankheit im Alter von nur 70 Jahren.

Raasch wurde am 16. November 1955 in Burg bei Magdeburg geboren. Im Alter von 14 Jahren begann er mit dem Radsport bei der BSG Einheit Genthin, wechselte ein Jahr später zum SC Dynamo Magdeburg und fuhr später für den SC Dynamo Berlin. Bereits in den Nachwuchsklassen war er als mehrfacher Sieger bei den Kinder- und Jugendspartakiaden und Jugendmeisterschaften der DDR sehr erfolgreich. In der Elite-Klasse wurde er viermal DDR-Meister im Sprint und 1000-Meter-Zeitfahren und dreimal Deutscher Meister auf dem Tandem.

Gemeinsam mit Lutz Heßlich und Michael Hübner gehörte Raasch zu den dominantesten DDR-Sprintern der Siebziger- und Achtzigerjahre. Nach mehreren WM-Silber- und Bronzemedaillen im Sprint beziehungsweise 1000-Meter-Zeitfahren, feierte Raasch 1991 bei den Weltmeisterschaften in Stuttgart seinen größten Erfolg, als er gemeinsam mit Eyk Pokorny Weltmeister auf dem Tandem wurde. Bei den Olympischen Spielen nahm er jedoch nie teil.

Nach seiner Karriere arbeitete Raasch als Trainer, unter anderem von Robert Förstemann, später als Hallenwart im Sportforum in Berlin-Hohenschönhausen. Auch dem Sport blieb er treu, widmete sich nach seiner Radsportkarriere dem Bodybuilding und hielt sich bis zuletzt fit. Im deutschen Spielfilm „Lola rennt“ aus dem Jahre 1998 spielte Raasch eine Nebenrolle.

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