Paul Fietzke (Red Bull-Bora-hansgrohe Rookies) und Laura Kronburger (Triclub Lindenberg) sind die neuen Deutschen U23-Meister im Straßenrennen. Während bei den Männern U23 mit Fietzke einer der Favoriten siegte, überraschte Kronburger bei den Frauen U23. Beide Rennen wurden im Rahmen der Vier-Länder-Meisterschaft gemeinsam mit Gastgeber Luxemburg, Österreich und der Schweiz ausgetragen.
Im 132,5 Kilometer langen Rennen der Männer U23 rund um Parc Honsingen war von Beginn an das Tempo hoch. Schon nach 30 Kilometern war eine Vorentscheidung gefallen, denn da hatte sich eine siebenköpfige Spitzengruppe gebildet. Neben Fietzke und seinem Teamkollegen Max Bock waren mit Moritz Mauss (UAE-Team Emirates Gen-Z), Louis Leidert (Lidl-Trek Future Racing) und Fausto Penna (Lotto-Kern-Haus-Outlet Montabaur) allein fünf deutsche Fahrer vorne vertreten. Komplettiert wurde die Gruppe durch den Österreicher Anatol Friedl, ebenfalls Teamkollege von Fietzke und Bock, sowie den Schweizer Nicolas Ginter. Die Red Bull-Bora-hansgrohe Rookies waren dadurch zahlenmäßig überlegen und drückten dem Rennen ihren Stempel auf. Sie hielten das Tempo in der Spitzengruppe weiter hoch und sorgten dafür, dass keine Fahrer mehr von hinten aufschließen konnten. Wenige Kilometer vor dem Ziel attackierte Fietzke aus der Gruppe und gewann mit neun Sekunden Vorsprung vor Mauss und Leidert.
„Es war ein sehr schönes Meisterschaftsrennen, in dem sich die Favoriten durchgesetzt haben“, kommentierte U23-Bundestrainer Ralf Grabsch.
Bereits am Samstag trugen die Frauen U23 ihr Meisterschaftsrennen aus. Das Feld blieb das komplette Rennen über zusammen, sodass nach 95 Kilometern in Weiswampach noch rund 30 Frauen um den Sieg spurteten. Kronburger holte den DM-Titel vor Maira Jasch (REMBE | rad-net) und Clara Jäger (LKT-Team). „Ich bin komplett ohne Erwartungen in das Rennen gegangen und habe gemerkt, dass keine Attacken durchgehen werden. Also habe ich versucht zu sprinten, was dann offenbar ganz gut funktioniert hat“, sagte Kronburger, die eigentlich vom Mountainbike kommt. „Ich habe das noch gar nicht realisiert, aber mir bedeutet der Titel unfassbar viel.“
