Theiler hatte im Frühjahr das erste Rennen der Bundesliga in Schweigen am Deutschen Weintor gewonnen, war danach zweiter im Erzgebirge, vierter in Gippingen und eben fünfter im Finale. Niemand konnte ihm den Gesamtsieg noch entreißen.
„Ich freue mich mega, die Gesamtwertung der Bundesliga erstmals gewonnen zu haben. Nachdem ich in der Vergangenheit schon mehrere Tagessiege bei der Bundesliga einfahren konnte, war dies das letzte Puzzleteil, was mir in der Bundesliga noch gefehlt hat“, jubelte Theiler nach dem Finale.
Auch bei den übrigen Wertungen hatte rad-net die Nase vorn: Miguel Heidemann gewann die Bergwertung, Johannes Adamietz die Sprintwertung. Auch das Berliner Stevens Team durfte feiern, wurde Eike Behrens doch als bester Amateur ausgezeichnet, und das Trikot des besten Nachwuchsfahrers durfte Paul Morten Schneider mit nach Hause nehmen.
Sieger des Finalrennens, das im Rahmen des Sauerländer Bergpreises in Wenholthausen im Sauerland ausgetragen wurde, war Max Bock (Groupama-FDJ Continental), der damit auch neuer deutscher Bergmeister der U23 wurde. Die Meistertitel wurden gleichzeitig mit diesem Rennen vergeben.
Auf dem zwölf Kilometer langen Rundkurs, der zehnmal umrundet werden musste, gehörte er zu einer zehnköpfigen Spitzengruppe, zu der später noch Adamietz aufschließen konnte, während andere Fahrer aus der Spitze zurückfielen. Im Finale setzten sich Bock und Adamietz noch einmal ab. Und schließlich gelang es dem späteren Tagessieger auch seinen letzten Gegner stehenzulassen und das Rennen mit 22 Sekunden Vorsprung als Solist zu gewinnen.
Unterdessen hatte Silas Koch (Lotto-Kern-Haus-PSD Bank) noch zu Adamietz aufgeschlossen und wurde zweiter vor Adamietz, der sich als bester Elitefahrer auch den Titel des deutschen Bergmeisters der Elite sichern konnte.
Tagesvierter und deutscher Vize-Meister am Berg wurde Anton Schiffer (Bike Aid), der in der kommenden Saison als Profi beim niederländischen WorldTour-Team Visma Lease a Bike in die Pedale treten wird.
Karstedt bei den Junioren vorn
Lenny Karstedt genügte in Wenholthausen im Rennen der Junioren ein dritter Platz, um sich den Gesamtsieg der Bundesliga zu sichern. Mit 948 Punkten siegte er deutlich, mit mehr als 300 Punkten Vorsprung, vor Jonathan Schipkowski (640 P.) und Carlo Brendel (590 Punkte), die beide für das Junioren Schwalbe-Team Sachsen starten.
Tagessieger des letzten Rennens wurde Felix Bell (German Junior Racing), der sich nach 96 Kilometern (acht Runden) mit mehr als einer Minute Vorsprung als Solist durchsetzte und gleichzeitig auch Deutscher Bergmeister wurde.
