Keine weiteren Medaillen, aber einige gute Top-Ten-Platzierungen konnten die deutschen Radsportlerinnen und Radsportler am dritten Tag der Bahn-Europameisterschaften in Konya (Türkei) einfahren.
Lea Sophie Friedrich (RSC Cottbus) wurde im Sprint der Frauen undankbare Vierte. Nachdem sie sich souverän bis ins Halbfinale gefahren hatte, verlor sie dort gegen Sophie Capewell (Großbritannien), hatte im Kleinen Finale aber noch Chancen auf Bronze. Gegen Alina Lysenko musste sie sich aber in zwei Läufen knapp geschlagen geben. Pauline Grabosch (RSC Cottbus) landete einen Platz hinter ihrer Nationalmannschaftskollegin, nachdem sie im Viertelfinale schon gegen Lysenko ausgeschieden war.
Im Sprint-Turnier der Männer kam Maximilian Dörnbach (RSC Cottbus) als bester Deutscher bis ins Viertelfinale, verlor dort aber gegen den Polen Mateusz Rudyk beide Läufe im Fotofinish und schied aus. Er wurde damit Achter. Der zweite deutsche Starter, Luca Spiegel (RV Offenbach), war zuvor im Achtelfinale an Vize-Olympiasieger Matthew Richardson (Großbritannien) gescheitert und belegte den 16. Rang.
Eine Medaille knapp verpasst hat auch Max-David Briese (REMBE | rad-net), der im Scratch auf einen guten fünften Platz fuhr.
Im Omnium der Frauen wurde Lea Lin Teutenberg (Lotto-Intermarché Ladies) Siebte. Nachdem sie das Scratchrennen zu Beginn gewonnen hatte, lag die Kölnerin nach dem Temporennen zur Halbzeit sogar auf Podestkurs. Pech hatte sie dann im dritten Wettbewerb, dem Ausscheidungsfahren, in dem sie, nachdem sie auf Platz 18 ausgeschieden war, wegen einer Unachtsamkeit einer anderen Fahrerin stürzte. Im abschließenden Punktefahren konnte sich Teutenberg aber trotzdem noch einmal etwas nach vorne schieben.
Ben Felix Jochum (4:08,566/Lotto Kern-Haus Outlet Montabaur) und Benjamin Boos (4:10,109/REMBE | rad-net) belegten in der Einerverfolgung der Männer die Plätze zwölf und 13.