20 Sekunden hinter der neuen Weltmeisterin Isabella Holmgren aus Kanada fuhr Carla Hahn aus Sindelsdorf über die Ziellinie und konnte es kaum fassen. Souverän hat sie ihre Position hinter Holmgren gefestigt, keine Konkurrentin mehr an sich herangelassen und verdient die Silbermedaille gewonnen. Bronze ging an Tyler Jacobs aus Südafrika.
„Nach dem letzten Weltcuprennen in Les Gets, wo ich nur 23. wurde, konnte ich heute wirklich zeigen, was ich kann. Ich bin so froh mit dieser Medaille, kann es noch gar nicht fassen,“ jubelte Carla Hahn im Ziel von Zermatt.
„An den technischen Passagen habe ich die Lücke zu Holmgren immer wieder schließen können, aber am Berg war sie einfach stärker und ist davongezogen,“ schildert die 20-Jährige die Entscheidung dieses WM-Rennens, bei dem sie eine so starke Leistung zeigte.
„Carla ist ein ganz starkes Rennen gefahren. Vizeweltmeisterin im zweiten U23-Jahr zu werden, das ist sensationell. Damit war nach den bisherigen Weltcupergebnissen nicht unbedingt zu rechnen – umso schöner, dass es bei der WM geklappt hat. Das gibt ihr für die kommenden Tage sicherlich viel Selbstvertrauen,“ lobte Bundestrainer Marc Schäfer.
Carla Hahn zählt im Cross Country schon lange zu den Top-Fahrerinnen in den Nachwuchsklassen, war vor zwei Jahren schon Europameisterin im Short Track und Zweite im Cross-Country der U19. Die mehrfache Deutsche Meisterin hat im letzten Jahr in beiden Disziplinen EM-Bronze geholt.
Die Silbermedaille bei der WM hat das noch getoppt und gibt viel Selbstvertrauen und Motivation für das Cross-Country-Rennen am kommenden Samstag.
Im Short Track der männlichen U23 belegte Paul Schehl beim Sieg des Franzosen Adrien Boichis einen guten zwölften Platz, Benjamin Krüger wurde 17.
Das Rennen der Elite Frauen gewann die Schweizerin Alessandra Keller. Kira Böhm belegte Rang zwölf.
