Der Freiburger gehörte von Beginn an zu einer aussichtsreichen Verfolgergruppe, die hinter dem späteren Weltmeister Finn Treudler aus der Schweiz um die Medaillen kämpfte. Der Lokalmatador zog ab der Hälfte des über insgesamt acht Runden führenden Rennens der Konkurrenz davon und hatte im Ziel 54 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten, den Kanadier Cole Punchard. Bronze ging an Gustav Pedersen aus Dänemark.
Nur 20 Sekunden dahinter fuhr Paul Schehl über den Zielstrich. Er konnte in der letzten Runde die übrige Konkurrenz abschütteln und mit zehn Sekunden Vorsprung den vierten Platz absichern.
„Paul ist ein starkes Rennen gefahren. Man muss einfach sagen, die ersten Drei waren stärker. Ein vierter Platz ist immer irgendwie undankbar, aber wir freuen uns auch darüber,“ sagte Bundestrainer Marc Schäfer nach dem Rennen.
Fabian Eder und Benjamin Krüger belegte die Plätze 17. (4:55 Min. ) und 46. (8:26 Min.)
Im Eliterennen der Frauen erreichte die Deutsche Meisterin Nina Graf ebenfalls eine Top-Ten-Platzierung und landete auf einem guten neunten Platz, ihr bestes WM-Ergebnis überhaupt. Die 26-Jährige, von Startposition 28 ins Rennen gegangen, fuhr sich von Runde zu Runde auf dem technisch anspruchsvollen Kurs weiter nach vorn und überzeugte mit einem starken Finale.
„Ich hatte einen miserablen Start. Es gab gleich zu Beginn eine sehr enge Stelle über eine sehr steile Brücke, wo wir das Rad schieben und klettern musste. Ich habe mich gar nicht getraut, zurückzuschauen. Aber danach lief es richtig gut, und ich habe meinen Tritt gefunden, kam an den Anstiegen schnell voran und konnte Boden gut machen. Ich war voll im Flow. Das Rennen hat dann richtig Bock gemacht. Ich hatte konstant gute Rundenzeiten. Platz neun ist mein bestes WM-Ergebnis überhaupt,“ beschrieb Nina Graf im Ziel ihr starkes WM-Rennen.
Lia Schrievers fuhr als 20. durchs Ziel, Kira Böhm wurde 22., und Ronja Eibl beendete das WM-Rennen auf Rang 25.
Morgen fallen noch die Entscheidungen im Cross Country der weiblichen U23 und der Elite Männer.
