Bronze für Bötticher

Stefan Bötticher aus Chemnitz gewann bei der Bahn-Weltmeisterschaft in Pruszkow am zweiten Wettkampf-Abend die zweite Medaille für den Bund Deutscher Radfahrer. Der 27-Jährige belegte im Keirin-Finale Platz drei hinter dem Niederländer Matthijs Buchli und dem Japaner Yudai Nitta und sicherte sich damit die Bronzemedaille.  Der zweite deutsche Starter, sein Chemnitzer Teamkollege Joachim Eilers, schied vorzeitig aus.

Der amtierende Europameister Stefan Bötticher fuhr sich souverän ins Finale. „Aber der letzte Lauf war für mich vielleicht ein kleines Stück zu lang, da hat mir der entscheidende Punsh gefehlt. Aber ich bin froh, dass ich nicht ohne Medaille gebieben bin, auch wenn es bei der Siegerehrung ein wenig traurig war, das WM-Trikot neben mir zu sehen, dass ich gern mit nach Hause nehmen wollte. Aber wenn ich heute Nacht auf meinem Nachttisch die Medaille sehe, werde ich glücklich sein,“ sagte Bötticher nach der Siegerehrung.

Es war seine erste WM-Medaille nach fünf Jahren. „Diese Medaille ist auch die große Bestätigung für die Arbeit, die ich in den letzten Jahren geleistet habe, auch als es nicht so gut lief,“ so der WM-Dritte.

„Stefan ist ein überragendes Turnier gefahren, hat sich nichts vorzuwerfen und kann sehr zufrieden sein“, lobtee Bundestrianer Detelf Uibel nach dem Finallauf.

Einen sensationellen WM-Einstand in der Eliteklasse feierte Lea-Sophie Friedrich aus Dassow in Mecklenburg-Vorpommern.  Die 19-Jährige startete im letzten Jahr noch in der Juniorenklasse und gewann bei der Nachwuchs-WM vier Titel im Sprint, Zeitfahren, Keirin und Teamsprint. In Pruszkow fuhr Friedrich mühelos ins Halbfinale, wo sie morgen auf die Australierin Stephanie Morton trifft, die im letzten Jahr im Finale Kristina Vogel unterlag. „Dass ich so weit gekommen bin, davon bin ich selbst überrascht. Ich bin total happy,“ sagte Friedrich.

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