Nur zu Dritt war German Cycling im Eliterennen der Frauen angetreten, das mit 164,6 km und 3500 Höhenmetern sehr anspruchsvoll war. Da mussten sie taktisch klug agieren, um gegen die zahlenmäßige Überlegenheit der Niederländerinnen, Französinnen oder Italienerinnen bestehen zu können.
Liane Lippert, Franziska Koch und Antonia Niedermaier setzten die Vorgaben von Bundestrainer André Korff perfekt um, haben sich vorn präsentiert und doch nicht zu viel Kraft verschleudert. An den Steigungen zeigte sich Antonia Niedermaier in der vordersten Reihe, wenn das Feld aufs Tempo drückte, sah man Franziska Koch in den ersten Positionen.
Als sich dann in der vorletzten Runde eine fünfköpfige Spitzengruppe absetzen konnte, gehörte Antonia Niedermaier neben der späteren Weltmeisterin dazu. Das Quintett konnte seinen Vorsprung ausbauen, die Verfolgerinnen leisteten keine konsequente Nachführarbeit.
Als es das letzte Mal den Cote Kigali Golf hinaufging, musste Niedermaier leider reißen lassen, weil sie Krämpfe hatte und schaffte es auf den letzten fünf Kilometern nicht mehr, wieder aufzuschließen. Sie fuhr dennoch als Sechste über den Zielstrich.
Franziska Koch erreichte mit der zweiten Verfolgergruppe als zwölfte das Ziel; Liane Lippert, die sich während des gesamten Rennens nicht gut fühlte, schied vorzeitig aus.
Reaktionen:
Bundestrainer André Korff: „Sie haben alle Vorgaben umgesetzt, sich präsentiert, aber sich auch versteckt, um Kräfte zu schonen. Antonia war dann in der entscheidenden Gruppe dabei. Schade, dass es nicht zu einem Podestplatz reichte.“
Antonia Niedermaier: „Ich habe alles gegeben. Leider bekam ich zwei Runden vor Schluss Bauchkrämpfe, da war es schwer, dranzubleiben. Trotzdem war es ein gutes Rennen. Im Finale musste ich beißen, mich durchkämpfen. Ich dachte eigentlich nicht, dass die Gruppe durchkommt. “
Franziska Koch: „Es war definitiv ein gutes Rennen für uns. Natürlich hatten wir auf eine Medaille gehofft, aber wir haben uns gut präsentiert und können zufrieden sein. Die neue Weltmeisterin ist eine gute Freundin von mir, wir haben gewettet, wenn sie unter die besten Zehn kommt, muss ich einen Kuchen backen. Das wird jetzt ein ganz großer Kuchen.“
Liane Lippert: „Leider ging es mir nicht gut. Ich musste mich nach der Hälfte des Rennens übergeben, konnte nichts mehr zu mir nehmen. Da ging dann die Kraft aus.“
