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Mit guter Taktik ins Rennen
Nach den Zeitfahren fallen in Kigali in Ruanda die Entscheidung in den Straßenrennen. Morgen geht es los: Die Medaillen werden in der Eliteklasse, der U23 und bei den Junioren (jeweils männlich und weiblich) vergeben.
Deutsche Hoffnung im Frauenrennen der Elite: Liane Lippert.Foto: Roth

Die Straßenwettbewerbe beginnen am Donnerstag mit der Entscheidung in der Klasse Frauen U23, die erstmals ein separates Rennen bestreiten werden. Dort werden Justyna Czapla, Selma Lantzsch und Linda Riedmann die deutschen Farben vertreten. 119,3 Kilometer bei knapp 1500 Höhenmetern sind zurückzulegen.

Die gleiche Strecke müssen einen Tag später die Junioren fahren, wo Karl Herzog der stärkste deutsche Fahrer auf diesem Kurs sein könnte. „Wenn das Rennen schwer wird und an den Steigungen attackiert wird, dann hat er die besten Chancen,“ glaubt Bundestrainer Wolfgang Ruser. „Ich habe mir noch nicht zu viele Ziele gesetzt,“ sagt Herzog bescheiden. Unlängst gewann er das prestigeträchtige Juniorenrennen GP Rübliland. Wie vor drei Jahren sein Bruder Emil, und der wurde dann anschließend Weltmeister. Aber Karl ist erst 16 Jahre alt, man darf ihm nicht zu viel Druck aufbürden.

Kommt es zum Sprint, dann dürfte der zweifache Silber-Medaillengewinner der Bahn-WM in Apeldoorn, Moritz Mauss, seine schnellen Beine sprechen lassen. Aber auch Benedikt Benz oder Zeno Winter, die beide schon im Zeitfahren angetreten sind, erhoffen sich eine gute Platzierung.

Der deutsche Radsportverband hat bei dieser WM nicht sein volles Startkontingent ausgeschöpft. Das Straßenrennen der Juniorinnen wird nicht besetzt.

Top Ten  das Ziel

Am Freitag Nachmittag starten die U23-Fahrer männlich. Sie haben sich in der Tour de l`Avenir gut präsentiert und mit Max Bock sogar einen Fahrer unter den besten Zehn im Gesamtklassement platziert. Das lässt Bundestrainer Ralf Grabsch auch für das WM-Rennen hoffen. „Ein Platz in den Top-Ten sollte schon unser Ziel sein,“ sagt Grabsch. „Das ist realistisch, nachdem was sie in der l`Avenir gezeigt haben. Alle Vier werden gut performen,“ ist Grabsch sicher.

Bei den Frauen setzt German Cycling auf die bewährten Sportlerinnen der letzten Jahre, allen voran Liane Lippert, die bei fast jeder WM eine Top-Platzierung herausfuhr. „Nach ihren zwei Etappensiegen im Giro ist sie auf dieser Strecke zu den Favoritinnen zu zählen,“ sagt Bundestrainer André Korff. „Die anspruchsvolle Strecke kommt ihr entgegen.“

Gleiches gilt für Antonia Niedermaier, die schon Sechste im Zeitfahren wurde.  „Unser Ziel ist eine Top-Ten-Platzierung“, setzt Korff auf die Stärke der deutschen Frauen. Sie fahren die gleiche Strecke wie die U23 Männer: 164,9 Kilometer, 3350 Höhenmeter. Dieses Rennen wird auf keinen Fall im Sprint entschieden. Bedauerlicherweise musste Ricarda Bauernfeind wegen eines hartnäckigen Infekts kurzfristig absagen und wird als Helferin in fehlen.

Die deutsche Mannschaft dürfte am Sonntag im Eliterennen der Männer kaum Chancen auf einen Podestplatz haben. Mit viel Glück gelingt eine Top-Ten-Platzierung. Aufgeboten sind der Deutsche Meister Georg Zimmermann, den sein Teamkollege Jonas Rutsch nach besten Kräften unterstützen will, Felix Engelhardt und Marius Mayrhofer.  Maximilian Schachmann musste aus gesundheitlichen Gründen passen, genau wie Felix Stork.

„Unsere Erwartungen sind nicht sehr hoch. Es kommt darauf an, dass die Fahrer auch mental bereit sind für dieses schwere WM-Rennen,“  sagt Coach Jens Zemke, der es sehr bedauert, dass Fahrer wie Florian Lipowitz einem WM-Start eine Absage erteilten. Dennoch verbreitet Zemke Zuversicht. Und auch Zimmermann ist optimistisch: „Wir sind ein breit aufgestelltes Team und gehen mit einer guten Taktik ins Rennen.“

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