Czapla fährt in die Top-Ten
Justyna Czapla (Foto) hat bei den Straßen-Weltmeisterschaften in Ruanda heute für eine weitere Top-Ten-Platzierung der Deutschen gesorgt. Die 21-Jährige wurde Siebte im Einzelzeitfahren der U23. In der U23 Klasse der Männer belegten Louis Leidert und Paul Fietzke die Plätze 15 und 16.

„Tatsächlich hatte ich mir etwas mehr erhofft,“ meinte Czapla im Ziel. „Der Kurs lag mir eigentlich, aber ich hatte nicht die besten Beine. Ich habe es trotzdem durchgezogen und alles gegeben und eine Top-Ten-Platzierung bei einer Weltmeisterschaft ist ja kein schlechtes Ergebnis“, sagte die Schwabacherin.

Czapla hatte mit dem feucht-warmen Klima zu kämpfen, dass das Rennen noch mal schwerer machte. Auf 22,6 Kilometern waren 350 Höhenmeter zurückzulegen. Trotzdem fuhr sie stark. Ab der ersten gemessenen Zwischenzeit lag sie zwischen Platz sechs und acht, wurde schließlich Siebte mit einem Rückstand von 2:47 Minuten auf die überragende Zoe Backstedt, die sich den WM-Titel sicherte.

„Ich bin mit Justynas Leistung zufrieden,“ sagte Bundestrainer André Korff. Wir hatten Top-Acht angepeilt und es ist der siebte Platz geworden.“ Dass die zweite deutsche Starterin, Linda Riedmann, nur 29. wurde, nahm Korff gelassen. „Linda hatte heute einfach einen scheiß Tag, hatte Probleme mit dem Klima,“ erklärte der Bundestrainer.

„Ich hatte nicht meinen besten Tag, ein paar Magenprobleme. Da war schnell klar, dass es auch vom Ergebnis nicht so gut wird“, sagte Riedmann, die mehr als fünf Minuten auf die neue Weltmeisterin Zoe Backstedt verlor. „Es war mental hart, sich durchzubeißen.“

Am Nachmittag gingen die männlichen U23 Fahrer ins Rennen, mussten 31,2 Kilometer bei 460 Höhenmetern zurücklegen. Klarer Sieger auch hier der große Favorit, der Schwede Sören Söderqvist, der der Konkurrenz mehr als eine Minute abjagte. Die beiden deutschen Starter, Louis Leidert und Paul Fietzke fuhren ein gutes Rennen, belegten unter 62 Teilnehmern die Plätze 15 und 16. Leidert war als 15. 2:39 Minuten langsamer als der neue Weltmeister, Fietzke verlor 2:57 Minuten, musste aber unterwegs nach einem Defekt auch noch mal das Rad wechseln.

Paul Fietzke: „Ich bin am Limit gefahren, mehr ging nicht. Unterwegs musste ich ausgerechnet an der steilsten Stelle auch noch das Rad wechseln, weil ich ein Schaltungsproblem hatte. Da habe ich einige Zeit eingebüßt. Jetzt will ich mich erholen, um dann zum Straßenrennen wieder voll anzugreifen.“

Bundestrainer Ralf Grabsch meinte nach dem Rennen: „Louis und Paul haben eine solide Leistung gezeigt. Wir hatten beide unter den ersten 15 erhofft, jetzt sind es die Plätze 15 und 16 geworden, das geht in Ordnung. Der Abstand zu Top-Ten waren 50 Sekunden. Das war heute nicht umsetzbar. Die Bedingungen waren optimal. Es war kühler als bei den Frauen, 25 Grad, bedeckter Himmel.“

 

Keine WM für Bauernfeind

Ricarda Bauernfeind hatte sich so sehr auf diese WM gefreut und war bestens vorbereitet. Nun musste sie ihre Reise nach Afrika aus gesundheitlichen Gründen absagen. „Sie ist stark erkältet, es macht keinen Sinn, hier anzureisen,“ bedauerte Bundestrainer André Korff. Für sie wird keine andere Fahrerin nachnominiert. Der Startplatz von Bauernfeind bleibt vakant. Bis zur EM in zehn Tagen in Frankreich hofft Bauernfeind wieder fit zu sein.

 

 

 

 

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