Dritte Medaille für Lea Friedrich

Lea Sophie Friedrich vom RSC Cottbus hat am Sonntagabend bei den Bahn-Wettbewerben im Rahmen der Weltmeisterschaften in Glasgow den dritten Platz im Keirin belegt. Nach zwölf von 22 Entscheidungen auf der Bahn im Sir-Chris-Hoy-Velodrom hat der BDR damit schon fünf Medaillen (2 - 1 - 2) gewonnen. Neben Bronze für Friedrich gab es zuvor Gold im Teamsprint der Frauen, Gold durch Emma Hinze (RSC Cottbus) im Zeitfahren, Silber durch Franziska Brauße (Ceratizit WNT Pro Cycling) in der Einerverfolgung und Bronze durch Lea Sophie Friedrich im Zeitfahren.

Lea Sophie Friedrich verpasste nach ihren WM-Erfolgen 2021 und 2022 im Keirin als Dritte einen historischen Hattrick, gewann aber bereits ihre zwölfte WM-Medaille seit 2020. Nach Gold im Teamsprint und Bronze im Zeitfahren war es auch bereits das dritte Edelmetall in Schottland. Weltmeisterin wurde Ellesse Andrews aus Neuseeland, Silber holte Martha Bayona Pineda aus Kolumbien.

„Ich habe mich sehr über mich geärgert, musste nach dem Rennen erstmal mit eigenen Emotionen klar kommen. Ich hätte einfach beim Angriff von Ellesse gleich reagieren müssen, das habe ich verpasst. Dennoch bin ich froh über die Medaille und halte mir auch vor Augen, dass ich nicht immer gewinnen kann. Ich nehme sehr viel Erfahrung mit – aus Fehlern lernt man, das macht mich nur noch stärker“, sagte Friedrich nach WM-Bronze,

Alessa-Catriona Pröpster (Jungingen/Bahnteam Rheinland-Pfalz) belegte Platz zehn. Emma Hinze (Track-Team Brandenburg), Weltmeisterin von 2020 in dieser Disziplin, kam auf den zwölften Rang. „Das Ergebnis nervt mich. Seit meinem Sturz in der Champions League habe ich Respekt vor dem Keirin – auch heute hier“, sagte Hinze, die das Ergebnis vor dem Sprint-Turnier (ab Montag) aber schnell abhakte.

„Lea ist ein Super-Turnier gefahren. Die Erwartungshaltung war natürlich nach den Siegen 2021 und 2022 riesig, aber auch die anderen haben ein Top-Niveau. Lea steht wieder auf dem Podium – das ist ein starkes Resultat. Auch Alessa ist ein gutes Turnier gefahren und stand erstmals im Halbfinale“, sagte Bundestrainer Jan van Eijden.

Am Sonntagabend fiel zudem die Entscheidung im Ausscheidungsfahren der Frauen und im Omnium der Männer. Lea Lin Teutenberg wurde im Ausscheidungsfahren beim Sieg der Belgierin Lotte Kopecky Neunte. Ihr Bruder Tim Torn Teutenberg wurde im Mehrkampf Zehnter, während Iuri Leitao aus Portugal das Regenbogentrikot gewann.

In der Einerverfolgung der Männer fuhren die beiden Deutschen Tobias Buck-Gramcko und Felix Groß auf die Plätze fünf und acht. Neuer Weltmeister wurde der Italiener Filippo Ganna.

 

BDR-Sponsoren
BDR-Förderer