Kim Müller fährt auf Platz zehn

Gute Plätze im Mittelfeld, solide Leistungen. Die BMX Freestyler können mit ihrem Auftritt bei der WM in Glasgow zufrieden sein.

Die BMX-Freestyler hatten in Glasgow keine guten Bedingungen, auch wenn der BMX Park die besten Voraussetzungen erfüllte. Der Grund war das wechselhafte Wetter. „Das war völlig neu für uns, dass sich die Qualifikation der Männer bei insgesamt 66 Teilnehmern über drei Tage hingezogen hat“, sagte Bundestrainer Tobias Wicke in Glasgow.

Timo Schulze und Tom Clemens schafften den Einzug in die Endrunde, während Paul Thölen nicht weiterkam. „Paul ist nicht richtig in den Park gekommen“, bedauerte Wicke das Ausscheiden des Vierseners.

Während sich bei den Frauen die Deutsche Meisterin Kim Lea Müller qualifizierte, mussten Lara Lessmann und WM-Neuling Lillyana Seidler passen. „Ich bin sehr enttäuscht, es ist das erste Mal seit sechs Jahren, dass ich nicht im Finale fahre,“ sagte Lara Lessmann in Glasgow.

„Kim brennt jetzt besonders fürs Finale, weil sie allein die deutschen Fahnen hochhalten muss“, sagte Coach Wicke vor den entscheidenden Läufen, bei denen fünf Chinesinnen den Ton angaben. Die Frauen aus Asien haben sich innerhalb kürzester Zeit in die Weltspitze gefahren und schockten die Konkurrenz mit ihren Leistungen.

Die EM-Zweite Kim Müller schlug sich im Konzert der großen Freestylerinnen sehr bemerkenswert und belegte beim Sieg der US-Amerikanerin Hannah Roberts Platz zehn.

„Ich war mega aufgeregt vor dem Finale. Meine Tricks waren ok, ich bin mehr auf Sicherheit gefahren, habe nichts riskiert. Ich bin froh, dass es so gut geklappt hat“, sagte die Deutsche Meisterin nach der Entscheidung. „Die Umstände waren für Kim nicht die besten, weil sie zu wenig Zeit hatte, vorher im Park zu trainieren. Trotz dieser Umstände hat sie eine tolle Performance gezeigt. Ich bin sehr stolz auf sie“, lobte Wicke die Remscheiderin.

Neuer Weltmeister in der Eliteklasse der Männer wurde Kieran Reilly aus Großbritannien, der 95,80 Punkte erhielt, gefolgt von Logan Martin aus Australien (95,30) und dem US-Amerikaner Nick Bruce (93,90). Tom Clemens (73,10 Punkte) und Timo Schulze (71,80 Punkte) fuhren auf die Plätze 16 und 17.

 

Foto: Kim Müller

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