BDR-Team räumt ab

Pressemitteilung vom 02.04.2022

BDR-Team räumt ab

Deutsche Kunstfahrer dominieren ersten Weltcup in der Slowakei

Beim ersten Weltcup im Kunstradfahren in Komarno (Slowakei), dem ersten in diesem Jahr, räumten die deutschen Teilnehmer kräftig ab und feierten in vier von fünf Wettkämpfen klare Siege.

Den ersten deutschen Doppelsieg gab es im Zweier-Kunstfahren der offenen Klasse. Die Vize-Weltmeister von Stuttgart, Nico Rödiger und Lea-Victoria Styber vom RSV Langenselbold, konnten 152,38 Punkte ausfahren und verwiesen die nationale Konkurrenz Patrick Tisch (RV Pfeil Magstadt) und Nina Stapf (RKV Denkendorf) auf den zweiten Platz. Das Duo kam auf 107,61 Punkte. Die amtierenden Weltmeister, Max Hanselmann und Serafin Schefold (RV Öhringen), mussten wegen einer Erkrankung die Teilnahme kurzfristig absagen.

Im Zweier der Frauen gab es eine Überraschung: Henny Kirst/Antonia Bärk vom RSF Bonn Duisdorf siegten mit 127,91 ausgefahrenen Punkten knapp vor Sophie-Marie Wöhrle/Caroline Wurth (127,40), konnten aber die amtierenden Weltmeisterinnen Helen Vordermeier/Selina Marquardt (Sportkultur Stuttgart) mit mehr als drei Punkten Vorsprung auf den dritten Platz verdrängen.

Zu den weitern Höhepunkten des Weltcups in Komarno gehörten die Darbietungen im Einer Kunstfahren der Männer und Frauen. Bei den Männern gab es einen deutschen Dreifach-Triumph. Wieder einmal war der amtierende Weltmeister Lukas Kohl eine Klasse für sich und fuhr abermals über 200 Punkte ein. Der Kirchehrenbacher siegte mit 202,8 Punkten vor Max Maute (RSV Tailfingen/180,85) und Marcel Jüngling (RRV Dornheim/171,55)

Einen Dreifach-Triumph gab es auch bei den Frauen: Ramona Dandl (RKB Solidarität Bruckmühl) siegte mit 180,96 Punkten vor Lena Günther vom RV Nufringen (168,12) und Vize-Weltmeisterin Lara Füller vom RKV Poppenweiler, die 164,97 Punkte einfuhr.

Lediglich im Vierer mussten sich Judith Kania, Jasmin Hauke, Hanna Kasper und Nicole Weichenhain aus Steinhöring mit dem zweiten Platz begnügen. Es siegte das Quartett aus Baar (Schweiz).

Bundestrainer Dieter Maute war trotz der Erfolge in Komarno mit Lob zurückhaltend. „Die Platzierungen sind das eine. Aber die Leistungen waren durchwachsen, der eine oder andere hatte doch Schwierigkeiten,“ befand der Bundestrainer. Weil einige Athletinnen oder Athleten gerade eine Corona-Infektion durchgemacht haben, waren sie konditionell noch nicht wieder auf ihrem gewohnt hohen Level. Dazu gehörten auch die Zweier-Paarung Patrick Tisch und Nina Stapf sowie Max Maute, der zwei Wochen lang gar nicht trainieren konnte. „Vor dem Weltcup hat er erst eine Woche wieder trainiert, darunter hat die körperliche Fitness natürlich gelitten,“ so der Bundestrainer und freute sich, dass Max hinter Weltmeister Kohl trotz des Handicaps auf den zweiten Platz fahren konnte.

Die Halle in Komarno war zu Zweidrittel mit Zuschauern besetzt. „Der Applaus hat den Sportlerinnen und Sportlern gutgetan, nachdem sie so lange ohne Publikum waren. Und organisatorisch lief dieser Weltcup super,“ sagte Maute.

Der nächste Weltcup findet im Juli in Schiltigheim in Frankreich statt.

 

Foto: Weltmeister Lukas Kohl.    Foto: BDR 

 
 
 

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