Starker Kämna gewinnt in Auenstein

Pressemitteilung vom 07.06.2015

Starker Kämna gewinnt in Auenstein

- Jonas Koch vom rad-net ROSE Team neuer Spitzenreiter der Müller – Die lila Logistik-Rad-Bundesliga -

Lennard Kämna gewann heute das Bundesligarennen in Auenstein, Patrick Haller die Trofeo Karlsberg und in Denkendorf wurde ein weiters Weltcup-Turnier der Radballer ausgespielt.

 

Lennard Kämna hat schon bei der Bayern-Rundfahrt und in der Friedensfahrt (Gesamtsechster) überzeugt. Am Sonntag konnte er sein erstes Bundesligarennen in der Klasse der U23 gewinnen: Der 18-jährige Stölting-Fahrer setzte sich beim Radrennen in Ilsfeld-Auenstein über 136 km allein an die Spitze und feierte einen imposanten Solosieg. Mehr als eineinhalb Minuten später führte Julian Schulze (Team Stuttgart) eine fünfköpfige  Verfolgergrupe ins Ziel, vor Christian Koch vom Team LKT Brandenburg. Mit Thomas Koep als Fünften und Rüdiger Herklotz auf Platz neun konnte Stölting drei Fahrer unter den ersten Zehn platzieren und damit die Mannschaftswertung am zweiten Wettkampftag in Auenstein gewinnen.

In der Gesamtwertung konnte sich Lennard Kämna danke seines Sieges auf Platz zwei (663 Punkte)  hinter Jonas Koch (rad-net ROSE/677) und vor Christian Koch (LKT/613) verbessern. Der bisherige Spitzenreiter Marcel Fischer wurde nur 29. und fiel auf den vierten Gesamtplatz zurück. Dem neuen Spitzenreiter Jonas Koch genügte ein vierter Platz, um sich an die Spitze der Müller - die Lila Logistik-Rad-Bundesliga zu schieben. In der Mannschaftswertung führt das LKT Team Brandenburg weiter mit 112 Punkten vor Heizomat (107) und dem Team Stölting (105).

Das erste der beiden Bundesligarennen der Männer in Ilsfeld-Auenstein gewann am gestrigen Samstag der 20-jährige Georg Loef vom Team Stuttgart, der 1000 Meter vor dem Ziel aus einer nur noch 15 Fahrer starken Spitzengruppe attackierte und vor Christian Koch (LKT Brandenburg) und Moritz Fußnegger (MLP-Bergstraße) die Ziellinie überquerte.

„Eigentlich bin ich für meinen Teamkollegen Johannes Weber gefahren“, sagte Loef im Ziel, selbst überrascht von seinem Erfolg.  Weber hatte am Pfingstwochenende den dritten Lauf zur „Müller – Die lila Logistik Bundesliga“ gewonnen und wurde in Ilsfeld sechster, nachdem er seinem Teamkollegen Loef freie Fahrt zur Attacke gab.

Der Gesamtführende der Liga, Marcel Fischer (Racing Students), verteidigte als Tagessiebter das Lila Trikot mit 539 Punkten vor dem Tagesvierten Jonas Koch (rad-net ROSE/532) und Leon Rohde (LKT Brandenburg).

Das vierte Bundesligarennen war von einer sehr offensiven Fahrweise der Protagonisten auf dem anspruchsvollen Kurs durch die Auensteiner Weinberge geprägt. Vor allem das Team Stölting setzte sich immer wieder in Szene. Silvio Herklotz  attackierte auf der Schlussrunde, wurde wieder gestellt, dann versuchte es  Junioren-Zeitfahrweltmeister Lennard Kämna und schließlich noch einmal Herklotz. Als alle Attacken scheiterten und die 15 Mann an der Spitze kurz verschnauften, trat Loef an und fuhr zum Sieg.  „Ich konnte nur noch fünf Tritte machen, weil ich so am Anschlag war“, .verriet er im Ziel. Doch der knappe Vorsprung reichte.

Die Mannschaftswertung ging am Samstag an das MLP-Team Bergstraße, das mit Fußnegger sowie John Mandrysch und Mike-Aaron Egger seine besten drei Fahrer auf die Plätze drei, zwölf und 13 brachte.

 

Frauen: Kupfernagel weiterhin die Nr 1

Die Bundesliga-Trilogie der Frauen war eingebettet in ein dreitägiges Etappenrennen, das mit einem 6,3 km  langen Einzelzeitfahren am Freitag in Auenstein begann und von der belgischen Zeitfahrmeisterin Ann-Sophie Duyck (Topsport-Vlaanderen) gewonnen wurde, die in 7:42 Minuten Bestzeit fuhr. : Elf  Sekunden betrug ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte Ashleigh Moolman-Pasio (Bigla), zwölf lag sie vor Sabrina Stultiens (Liv-Plantur) und 13 vor der besten Deutschen, Hanka Kupfernagel (Maxx-Solar), die damit die Führung in der Frauen-Bundesliga erfolgreich verteidigte.

Auch am Samstag schlüpfte die Thüringerin wieder ins Lila Leadertrikot der Müller – Die lila Logistik-Rad- Bundesliga, nachdem sie im Verfolgerfeld das Ziel erreichte. Tagessiegerin wurde die Niederländerin Rozanne Slik, die nach einer 75 km langen Flucht an der Seite der Polin Maja Wlosczowska 17 Sekunden Vorsprung ins Ziel rettete. „Das war eine Riesenüberraschung, ich hätte nie gedacht, dass wir durchkommen", sagte Slik im Ziel und freute sich über das Gelbe Leadertrikot der Rundfahrt (separate Wertung zur Bundesliga), das sie aber am Schlusstag wieder verlor. Die Südafrikanerin Ashleigh Moolman-Pasio (Bigla), Zweite im Zeitfahren, wagte eine Soloattacke, die erfolgreich endete und gewann nicht nur die dritte Etappe mit deutlichem Vorsprung, sondern auch die Gesamtwertung der Auensteiner Radsport-Trilogie.

Eine der stärksten Fahrerinnen im Feld war Claudia Lichtenberg, die sich vor allem an den Steigungen sehr offensiv zeigte. Nach einem schweren Sturz bei Gent-Wevelgem fiel sie einige Wochen aus. „Daher bin  ich ganz zufrieden, wie es heute lief,“ sagte sie im Ziel.

 

 

Triumph des Nachwuchses

Junioren-Nationalfahrer Patrick Haller gewann als erster Deutscher nach Oliver Giesecke im Jahr 2006  die Gesamtwertung der Trofeo Karlsberg, einziges deutsches Nachwuchs-Etappenrennen, das zum Nationen-Cup des Weltverbandes UCI gehört. Haller, der nach der zweiten Etappe die Führung übernahm,  siegte vor den Belgiern Thomas Vereecken und Bjorg Lambrecht. Stark auch Hallers eamkollege Marti Salmon, der auf der Etappe rund um Homburg Zweitr wurde und auf der ersten Etappe Rang acht belegte.

 

Gärtringen Weltcup-Dritter

Platz 3 und 4 beim Weltcup. Die erste Saisonhälfte endete für die Radball-Top-Mannschaften aus Gärtringen und Obernfeld versöhnlich. In Denkendorf hatten sich zehn Spitzenmannschaften versammelt. Am Ende erlebten die Zuschauer zwar ein österreichisches Endspiel mit dem Sieg der amtierenden Weltmeister Patrick Schnetzer/Markus Bröll, aber das deutsche Duo kratzte am Establishment. Im kleinen Finale bezwangen Matthias König und Uwe Berner, Weltmeister von 2010, die frischgebackenen Bundesliga-Champions André  und Manuel Kopp mit 6:5. „Aber jetzt sind wir nur noch platt“, die Reaktion der beiden spielstarken Teams.

 

 

 
 
 

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