Weiterer Titel für Franzi Brauße

Mannschafts-Olympiasiegerin und Einzel-Weltmeisterin Franziska Brauße (Ceratizit WNT Pro Cycling Team) hat zum Auftakt der 136. deutschen Meisterschaften im Bahnradsport am Mittwochabend die 3000-Meter-Einerverfolgung der Frauen gewonnen. Die 24 Jahre alte Sportlerin aus Eningen setzte sich auf der Radrennbahn in Cottbus im Finale in 3:41,942 Minuten gegen Justyna Czapla aus Schwabach (CANYON SRAM Racing) überlegen durch und hatte über elf Sekunden Vorsprung. Platz drei belegte die Kölnerin Lea Lin Teutenberg (Ceratizit WNT Pro Cycling Team).

Bei den Männern verteidigte Nicolas Heinrich aus Zwickau seinen Titel erfolgreich. Der Ex-Europameister holte im Finale seinen Gegner und Mannschaftskollegen aus dem Team rad-net Oßwald Theo Reinhardt aus Berlin ein. Im kleinen Finale um Bronze setzte sich überraschend Leon Rohde (Santic-Wibatec/Wedel) in 4:35,715 Minuten gegen Tobias Buck-Gramcko (rad-net Oßwald/Göttingen) durch.

Die Meisterschaften gehen bis zum Sonntag. Am Start sind ca. 300 Sportlerinnen und Sportler in den Klassen Elite, Junioren und Jugend. Es werden 52 Titel vergeben. In einigen Klassen sind die Wettbewerbe Qualifikation für internationale Höhepunkte in den kommenden Wochen.

Für den Landesverband Brandenburg als Gastgeber gab es am ersten von fünf Wettkampftagen zwei Goldmedaillen. Pete Colin Flemming von der BSG Pneumant Fürstenwalde siegte im 1000-m-Zeitfahren der Junioren. Bei der weiblichen Jugend ging der Titel und die Goldmedaille über 500 Meter an Emilia Waterstraat vom RSC Cottbus.

 

Reaktionen:

Franziska Brauße: „Es gibt nicht so viele Möglichkeiten, das Regenbogen-Trikot als Weltmeisterin zu präsentieren. Deshalb bin ich hier gern gefahren und habe nochmal eine gute Belastung im Hinblick auf die Weltmeisterschaft gehabt. Die Zeit lässt sich schwer einordnen – ich schaue mir später eher meine Wattwerte an.“

Justyna Czapla: „Ich hatte ein bisschen auf das kleine Finale gehofft, Silber ist für mich eine Überraschung, ich freue mich sehr. Ich hatte mir für das Finale gegen ,Franzi‘ keine besondere Taktik überlegt.“

Nicolas Heinrich: „Ich war lange nicht auf der Bahn und konnte meine Leistungsfähigkeit schwer einschätzen. Deshalb bin ich froh, dass ich hier gewinnen konnte.“

Leon Rohde: „Ich bin auf jeden Fall mit dem dritten Platz zufrieden, das Podest hatte ich mir vorgenommen. Mein neues Team pusht mich sehr, ich habe gerade extrem viel Spaß am Radfahren und arbeite jetzt weiter. Mal sehen, was noch geht.“

 

 

Bild: Olympiasiegerin Franziska Brauße (mitte) bei der Siegerehrung mit Justyna Czapla (links) und Teamkollegin Lea Lin Teutenberg (rehts).

 

 

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