Silber für die Radballer

Bei den Hallenradsport-Weltmeisterschaften in Gent (Belgien) räumten die deutschen Kunstfahrer alles ab (Text folgt). Und auch die Radballer wussten als WM-Zweite zu überzeugen.

Die Radballer des RMC Stein, Bernd und Gerhard Mlady, starteten mit einem Sieg ins WM-Turnier. Der Titelverteidiger gewann sein erstes Gruppenspiel gegen Belgien mit 5:2 Toren. Siege gegen Frankreich mit 5:3 und gegen Tschechien (Jan Havlicek / Robert Zvolanek) mit einem zweistelligen Torverhältnis von 10:2 sowie ein 2:2 Unentschieden gegen die Schweiz (Benjamin und Severin Waibel) folgten. Gegen Mitfavorit Österreich (Patrick Schnetzer/Stefan Feurstein) mussten die Mladys eine 6:8 Niederlage hinnehmen und beendeten die Vorrunde auf dem zweiten Platz hinter Österreich.

Im Viertelfinale trafen die Titelverteidiger dann erneut auf Belgien und besiegten den Gastgeber mit 5:3. So kam es zu den Halbfinal-Paarungen Deutschland-Schweiz und Österreich-Belgien. Die Mladys besiegten die Eidgenossen mit 5:3, und Österreich schlug Belgien mit 7:2. Im kleinen Finale um Platz drei hatten die Schweizer das bessere Ende und schlugen Belgien mit 5:2, die damit nur den undankbaren vierten Platz belegten.

Im spannenden Finale um Gold trafen die beiden Top-Favoriten, Titelverteidiger Deutschland und Österreich, aufeinander. Nach der Halbzeit stand es 2:2 Unentschieden, nach 3:2 und 3:3 übernahm Deutschland mit 4:3 drei Minuten vor Schluss sogar die Führung. Dann glich aber Österreich aus, schoss das 5:4 und 30 Sekunden vor dem Schlusspfiff das 6:4. Damit war die Entscheidung gefallen. In der Schlussphase bauten Patrick Schnetzer und Stefan Feurstein auf 7:4 aus und holten sich den Titel. Die Titelverteidiger durften sich aber über Silber freuen, was angesichts der schwierigen Saison – Gerhard Mlady war lange verletzt – ein großartiger Erfolg war.

 

Meisen 15. bei Cross-EM

Bei den Cross-Europameisterschaften in Namur in Belgien fuhr der Deutsche Elitemeister Marcel Meisen auf einen guten fünften Platz in einem Eliterennen, das einmal mehr von den führenden Cross-Nationen Belgien und den Niederlanden beherrscht wurde. Neuer Champion wurde Michael Vanthourenhout, der Titelverteidiger Lars van der Haar auf den zweiten Platz verwies. Dritter wurde sein Landsmann Laurens Sweeck.

Für das beste Resultat aus deutscher Sicht sorgte U23-Fahrerin Judith Krahl, die den elften Platz belegte und nur knapp eine Top-Ten-Platzierung verpasste.

„Judith und Marcel sorgten für kleine Lichtblicke bei dieser EM,“ urteilte Bundestrainer Wolfgang Ruser. „Auch Fabian Eder hat als 22. nur knapp den Sprung unter die besten 20 bei den U23-Fahrern verpasst.“

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