Goldenes Finale in Anadia

Gold für Clara Schneider im Keirin der U23. Der letzte Tag der Bahn-Europameisterschaft in Anadia war für den BDR noch einmal von Erfolg gekrönt. Außerdem gab es zweimal Bronze im Madison der U23 durch Tim Torn Teutenberg/Bejnamin Boos und Seana Littbarski-Gray /Messane Bräutigam bei den Juniorinnen.  Der Bund Deutscher Radfahrer war bei diesen Europameisterschaften mit insgesamt neun Gold-, zwei Silber und acht Bronzemedaillen hinter Italien der erfolgreichste Verband dieser Titelkämpfe. 

Als Juniorin war Clara Schneider schon Weltklasse, jetzt schickt sie sich an, auch die Frauenklasse zu erobern. Nach zwei Bronzemedaillen im Sprint und 500-m-Zeitfahren krönte die Brandenburgerin ihre erfolgreiche EM-Teilnahme mit Gold im Keirin.

Souverän gewann sie alle Vorläufe und war auch im Finale die eindeutig schnellste und taktisch klügste Fahrerin. In Führung liegend ging die in die letzte Runde und gewann das Rennen von vorn.

„Es war Wahnsinn, wie sich Clara hier in Anadia durchgebissen hat,“ lobte Bundestrainer Carsten Bergemann die Leistungen der erst 18-Jährigen. „Sie war im letzten Jahr so oft krank, hatte viele Ausfälle, und hier ist sie voll durchgestartet.“ Bergemann warnt aber vor zu viel Euphorie. „Sie ist noch sehr jung, und soll behutsam aufgebaut werden.“

Titelverteidigerin Alessa Catriona Pröpster, die im Keirin-Halbfinale ausgebremst wurde, gewann das kleine Finale und wurde Siebte. „Vor Alessa habe ich allergrößten Respekt. Sie war nach dem Sturz bei der Deutschen Meisterschaft ziemlich verletzt, ist trotzdem hier an den Start gegangen, hat souverän ihren Sprinttitel verteidigt und wäre auch im Keirin ins Finale gekommen, wenn man sie im Halbfinale nicht eingebaut hätte,“ so Bergemann.

Bei den Männern fuhren Willy Weinrich und Paul Groß auf die Plätze neun und zwölf.

Zwei weitere Medaillen gab es am Schlusstag im Madison. Bei den U23 Männern gewannen Tim Torn Teutenberg und Benjamin Boos drei Wertungen, wurden dreimal Zweiter und zweimal Dritter und sammelten insgesamt 51 Punkte. Das war Platz drei hinter Österreich (68) und Belgien (61). Ebenfalls Bronze erkämpfte sich das Juniorinnen-Duo Seana Littbarski-Gray und Messane Bräutigam. 

 

Die Goldmedaillengewinner von Anadia

Pete-Collin Flemming – Teamsprint, Sprint und Keirin (Junioren)
Colin Rudolph – Teamsprint Junioren
Jakob Vogt -Teamsprint Junioren und Bronze 1000-m-Zeitfahren

Tim Torn Teutenberg  Omnium und Ausscheidungsfahren U23 und Bronze im Madison (mit Boos)

Alessa Pröpster – Sprint U23
Clara Schneider – Keirin und Bronze im 500-m-Zeitfahren und Sprint U23

Seana Littbarski-Gray  – Punktefahren Juniorinnen und 3. Im Madison (mit M. Bräutigam)
Magdalena Fuchs  –  Scratch Juniorinnen

 

Foto: Clara Schneider mit Bundestrainer Carsten Bergemann

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