Keine Medaille für U23-Team

Die BDR-Nationalmannschaft war mit großen Hoffnungen in das WM-Rennen gestartet. Mit sieben Fahrern waren sie nicht nur zahlenmäßig stark vertreten, sie hatten auch das Potential um die Medaillen zu kämpfen.

Offensiv gestalteten sie das Rennen von Beginn an mit. Hannes Wilksch gehörte lange Zeit zu einer Spitzengruppe, die bereits in der zweiten von insgesamt zehn Runden (169,8 km) davongefahren war. Doch 22 Kilometer vor dem Ziel war er gestellt. Der Brandenburger ließ sich aber dann nicht zurückfallen, sondern kämpfte bravourös weiter, machte an der Spitze der Verfolgergruppe Tempo für seinen Teamkollegen Michel Heßmann, der 20 Kilometer vor dem Ziel noch alle Chancen hatte.

In der letzten Runde fiel dann die Vorentscheidung, als sich vier Fahrer absetzen konnten: der belgische Zeitfahr-Zweite Alec Segaert, der Franzose Mathis Le Berre, der Tscheche Mathias Vacek und Yevgeniy Fedorov aus Kasastan. Zehn Kilometer vor dem Ziel lag der Vorsprung des Quartetts bei 20 Sekunden. Dem hohen Tempo konnten aber Le Berre, der schon zur Spitzengruppe um Hannes Wilksch gehörte, und Segaert nicht mehr folgen. Fedorov und Vacek retteten einen knappen Vorsprung ins Ziel, wo sich der Kasache deutlich gegen Vacek durchsetzte. Den Sprint der Verfolger gewann der norwegische Zeitfahr-Weltmeister Sören Waernskjold.

Die deutschen Fahrer platzierten sich wie folgt: 11. Michel Heßmann (3 Sek. zur.), 30. Maurice Ballerstedt (3:34 Min.), 31. Hannes Wilksch, 33. Tim Torn Teutenberg, 49. Pierre-Pascal Keup (5:43 Min.), 64. Jannis Peter (9:39 Min.), 69. Felix Engelhardt

Reaktionen:

Bundestrainer Ralf Grabsch: „Die Leistungen waren gut, aber wir hatten schon auf ein besseres Ergebnis gehofft. Hannes Wilksch hat ein bärenstarkes Rennen gefahren. Zum Schluss hat ein Fahrer in der Verfolgergruppe gefehlt, um Michel noch zu unterstützen. Es wäre schön gewesen, wenn wir die tolle Saison mit einem guten WM-Ergebnis hätten abschließen können, aber es hat nicht sollen sein.“

Hannes Wilksch: „Es war verdammt hart. Ich bin den ganzen Tag von vorn Vollgas gefahren, habe mich am Ende noch mal aufgeopfert, noch mal versucht, die Gruppe zu holen und Michel zu unterstützen. Aber dann war ich einfach leer.“

Michel Heßmann: „Es war ein sauhartes Rennen, extrem schwierig zu fahren. Ich hätte in der letzten Runde noch jemanden gebraucht, der mich am letzten Anstieg noch unterstützt hätte. Das Rennen war im Finale einfach zu schnell, um noch mal wegzukommen. Außerdem hatte ich in dieser Phase auch Krämpfe. Trotzdem wollte ich es im Sprint versuchen, war aber dann eingebaut. Wir haben trotzdem Teamstärke gezeigt und viel aus dem Rennen rausgeholt.“

 

Foto: Hannes Wilksch unterwegs in der Spitzengruppe. Foto: Vos

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